Im Nordosten Islands

16. - 21. April 2026

 

Nach dem gestrigen komplett verregneten Tag verlassen wir Langanes und machen uns auf den Weg in den Nordosten. An den Twinhead-Felsen können wir einige Vögel, zumeist Eissturmtaucher, beobachten.

Das Wetter bessert sich weiter, so dass wir noch einmal eine Wanderung versuchen wollen, diesmal allerdings mit Gummistiefeln. Wir stellen den MAN ab und wandern zu den Felsen von Fuglabjarganes. Wie gut, dass wir die Gummistiefel genommen haben, wäre doch sonst die Wanderung schon nach einigen wenigen Metern beendet gewesen. In den Felsen sitzen bereits etliche Vögel. Der Blick über die Felsen hinweg geht hinüber zu unserem nächsten Ziel Vopnafjörður.

Aus der App wissen wir, dass die Hellisheiði, die kürzeste Verbindung von Vopnafjörður hinüber Richtung Borgarfjörður, noch nicht passierbar ist. Trotzdem machen wir den Abstecher zunächst zum Ort Vopnafjorður mit erstaunlich gut bestücktem kleinen Geschäft.

Später geht es entlang der schönen Küste weiter Richtung Hellisheiði. Hier halten wir zuerst am Wasserfall Gljufurarfoss an, wo wir tatsächlich die ersten blühenden Pflanzen entdecken.

Danach halten wir an jeder Parkmöglichkeit, laufen durch das buckelige Gelände zu Aussichtspunkten auf die bizarren Felsen, entdecken unten auf dem Wasser große Trupps an Eiderenten.

 

Auch zur Aussicht auf den Elephant Rock laufen wir – der Name erklärt sich von selbst – runter an den Strand für einen noch besseren Blick auf den Felsen kommen wir derzeit noch nicht, zu viel Schnee ist übrig.

Später fahren wir dann noch bis ins Tal vor der Hellisheiði bis hin zur Sperrung, bevor wir umdrehen und zurück an den Fjord fahren. Eigentlich ist die Nordlicht-Vorhersage für heute gut, allein abends zieht Nebel auf, keine Chance. Später verzieht sich der Nebel, dafür regnet es dann aber heftig.

Nun heißt es den langen Weg zurück zur 1, von wo aus wir dann zum Borgarfjörður fahren werden. Da machen wir direkt den Umweg über Egilsstaðir, können dort noch einmal unsere Vorräte ergänzen und uns leckere Fish and Chips holen. Außerdem geben wir bei N1 die leere isländische Gasflasche ab, was, wie bereits geschrieben, problemlos möglich ist. Auch die Rückerstattung des Kaufpreises klappt einwandfrei.

Wir sind froh, als wir dann die 1 wieder verlassen haben, werden doch schlagartig die Mietwagenkolonnen weniger, so dass auch Anhalten zum Fotografieren gut möglich ist. Am Abend gibt es zur Feier des Tages – es ist unser Hochzeitstag – ein leckeres Käsefondue und in der Nacht wunderschönes Nordlicht.

Herrliches Wetter – gute Bedingungen für die Fahrt durch die fantastische Berglandschaft Vatnsskarð.

Auch in Bakkagerði bieten sich zahlreiche Gelegenheiten zum Fotografieren. Danach fahren wir noch ein Stück den Fjord entlang und machen dort erst einmal Pause, kochen ausnahmsweise mittags. Wir müssen noch abwarten, wissen wir doch von einer Webcam her, dass die Papageitaucher in Hafnarholmi derzeit nur am späten Nachmittag und abends vor Ort sind. So schauen wir uns noch ein wenig an der Küste um.

Als wir auf der Webcam sehen, dass die Vögel eintreffen, geht es zügig nach Hafnarholmi. Es sind schon viele Vögel da, und man kann auf einem angelegten Steg in die Kolonie hinein. Die Tiere sind überhaupt nicht scheu, und so bietet sich ausreichend Gelegenheit, die putzigen Vögel ganz aus der Nähe zu beobachten.

Auch auf dem Rückweg wieder schöne Ausblicke auf die Fjord- und Berglandschaft.

Das Wetter ist weiterhin gut. Es geht noch einmal Richtung Hellisheiði, diesmal aber auf die andere Seite. Wir biegen ab auf die nicht asphaltierte und holprige 944, später auf die 925. Wir können viele Singschwäne beobachten, die sich durch unser Anhalten in ihrer Balz/Paarbindungszeremonie nicht stören lassen.

Auf dem weiteren Weg stoppen wir an der Kirche Kirkjubæjarkirkja. Später schauen wir uns die kleine Torfkirche Geirsstaðakirkja an. Hierbei handelt es sich um den Wiederaufbau einer Kirche aus der Wikingerzeit.

Bald ist die 1 wieder erreicht, wo wir einen kleinen Spaziergang zur Schlucht der Jökulsá unternehmen, bevor wir die Ringstraße schnell wieder verlassen und auf der 917 Richtung Hellisheiði fahren.

Direkt hinter dem Wanderparkplatz Landsendi dann wieder die Sperrung der Straße. Wir wandern, erneut mit Gummistiefeln, zu den Ker-Felsen. Natürlich kommen wir nicht so weit wie 2022, aber es ist auch so eine schöne kleine Wanderung. Das Nordlicht in der Nacht ist dann nicht so stark wie die bisherigen, aber immerhin zu sehen.

Unsere Reise neigt sich langsam dem Ende zu, wir lassen es ruhig angehen, spazieren noch einmal durch die schöne Landschaft, bevor es dann erneut Richtung Egilsstaðir geht.

 

Weiter geht es mit Rückreise und Fazit

 

 

 

 

Aktuelles

 

 

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