Myvatn, Tjörnes und Langanes

10. - 15. April 2026

 

Schnell sind wir in Akureyri, das wir auf dem Weg zum Myvatn nur zügig durchfahren. Die herzigen Ampeln sind ganz niedlich. Wir fahren nicht durch den gebührenpflichtigen Tunnel, sondern nehmen die Straße über den Pass. Auch heute begegnen uns unterwegs zahlreiche Schneehühner, in der noch schneebedeckten Landschaft deutlich schwieriger zu entdecken.

Bald ist einer der bekanntesten Wasserfälle Islands erreicht. Der Goðafoss ist zwar nicht besonders hoch, aber die Wassermassen, die hier in die Schlucht stürzen, sind schon sehr beeindruckend.

 

 

Den Myvatn umrunden wir bei herrlichem Wetter. An der Laxá sind anders als bei unseren anderen Besuchen keine Vögel zu sehen. Die Landschaft ist natürlich toll, und auf aufgetauten Stellen des Sees sind dann auch einige Vögel zu beobachten.

Bei Höfði stellen wir den MAN ab und wandern zu den Lavaformationen von Kálfaströnd. Der Weg ist teilweise etwas beschwerlich, da noch von Schnee bedeckt. Unterwegs lassen sich zahlreiche Rotdrosseln beobachten.

Ein weiteres Highlight sind die unzähligen Spatelenten, die sich in ihrem Balzverhalten durch Beobachter nicht stören lassen. Die Männchen versuchen durch ausdrucksvolle Posen und grunzende Laute die Weibchen zu beeindrucken.

Nicht weit entfernt befinden sich die bizarren Lavaformationen von Dimmuborgir, wo einerseits erstaunlicherweise gar nichts los ist (außer uns nur ein Minicamper - könnt Ihr Euch vorstellen, dass in einem solchen "Wohnmobil" sogar drei Erwachsene unterwegs sind!), andererseits ein Schild extra darauf hinweist, dass der Parkplatz selbstverständlich kostenfrei ist. Mittlerweile eine Seltenheit hier am Myvatn.

Beim nahegelegenen Hverfjall belassen wir es bei einem Blick aus der Ferne, der sowieso den Tuffring deutlich eindrucksvoller zeigt.

Für heute war das genug Programm. Wir fahren zum Campingplatz, wo wir wieder einmal eine negative Überraschung erleben. Einchecken soll man telefonisch oder irgendwo an einem Guesthouse. Angeschlagen ist, dass man dann alle Annehmlichkeiten des Platzes nutzen darf. Was denn bitte?! Die Duschen sind abgesperrt, Aufenthaltsraum Fehlanzeige, das Küchenzelt abgebaut, Wasser ist abgestellt, Spülarmaturen deinstalliert, das Frauen WC ist außer Betrieb, bei den Männern zwei indiskutable Klos. Die Entleerung für die Toilette ist nur ekelhaft. Und wo soll man sich hinstellen? Es haben wohl schon zahlreiche andere Camper die Zufahrt zu den Plätzen zergurkt, das wollen wir natürlich nicht. Und für diese tolle Ausstattung soll man auch noch umgerechnet etwa 44 Euro bezahlen. Wir fahren davon!

Eine gute Entscheidung, denn so kommen wir bei Dunkelheit ohne Fremdlicht nachts wieder einmal zu Nordlichtbeobachtungen.

Am nächsten Morgen fahren wir noch einmal zurück, wollen wir doch noch zum interessanten Geothermalgebiet. Am kleinen Gebiet Hverir/Námaskarð ist der Parkplatz gebührenpflichtig, das wissen wir. Stolze gut 21 Euro sollen wir dort nur fürs kurze Abstellen zahlen, denn die Besichtigung dort braucht nicht mehrere Stunden, wie wir wissen. So belassen wir es lediglich bei einem Blick von der Straße.

Wir biegen ab zum Krafla-Gebiet und fahren bis zum Geothermalkraftwerk. Ab hier werden ebenfalls Parkgebühren fällig, die aber eh nicht zum Tragen kommen. Die Straße hinauf zu den Sehenswürdigkeiten ist gesperrt, so dass wir umdrehen müssen.

Auf der Rückfahrt halten wir noch kurz am Blauen See, der diesmal gar nicht so blau ist, trotzdem einen schönen Anblick bietet.

Unseren Bericht aus 2022 zum sogenannten Diamond Circle findet Ihr hier.

Es geht vorbei an schneebedeckter Berglandschaft nach Húsavík auf der Tjörnes Halbinsel. Das Wetter verschlechtert sich, es ist trüb, fängt leicht an zu schneien. Keine guten Fotobedingungen.

Das gilt auch für die Vogelfelsen weiter nördlich, wo aber anders als bei unserem letzten Besuch „nur“ Eissturmvögel zu sehen sind, die Papageitaucher sind noch nicht eingetroffen.

Regnerisches, trübes Wetter – da sollte ein Abstecher zu einem weiteren Wasserfall doch trotzdem möglich sein. Wir wollen zum Dettifoss fahren, die Straße war längere Zeit gesperrt, ist aber nun offen. Zunächst ist die Strecke OK. Hier in etwas größerer Höhe hat es aber in der Nacht wohl noch einmal gefroren und geschneit, es wird zusehends problematischer. Große Eis- und Schneefelder, teilweise extrem glatt. Und vor allem beginnt es nun heftig zu schneien. Nach 15 km drehen wir um und fahren zurück.

Nahe einer Fabrik auf Melrakkasletta, deren Zweck sich uns nicht erschließt, sind unzählige Vögel zu sehen. Aber leider ist es sehr trüb, es regnet und ist wieder einmal sehr windig. Nicht weit entfernt gibt es einen Parkplatz, hier wollen wir abwarten, ob sich das Wetter bessert.

Auch am nächsten Tag ist es trüb und regnerisch, zumindest hat der Wind nachgelassen. Noch länger wollen wir nicht warten. Also fahren wir weiter. Angesichts der Wetterbedingungen beschließen wir, die Umrundung von Melrakkasletta auf nicht asphaltierter Straße nicht in Angriff zu nehmen, zumal es fraglich ist, ob unser angedachtes Ziel, die Vogelfelsen von Rauðinupur, überhaupt erreichbar ist. Wir bleiben auf der Asphaltstraße, es wird zusehends nebliger. Eigentlich wollen wir wandern, also heißt es wieder einmal aussitzen. Auch zu diesen Gebieten gibt es aus 2022 einen ausführlichen Bericht.

Am nächsten Morgen sieht es dann viel besser aus. Wir fahren zum Startpunkt der geplanten Wanderung. Wir wissen, dass die Piste hinaus zum Wanderparkplatz extrem weich und damit nur schlecht befahrbar sein kann, vor allem, ohne diese komplett hinzurichten, und so stellen wir den MAN am Straßenrand ab. Eine gute Entscheidung, sehen wir doch dann wie erwartet die Spuren solcher unsinnigen Fahrten.

Der Boden ist extrem wassergetränkt und weich, noch sind die Pfützen gefroren, aber es taut heftig. Die schönen Felsen von Rauðanes und die Brutkolonie der Papageitaucher erreichen wir ohne Schlammschlacht nicht. So drehen wir um und wandern zurück zum MAN. Unterwegs sehen wir wieder viele Schneehühner.

Über Thorshöfn fahren wir hinaus auf die Langanes Halbinsel, wobei wir wissen, dass wir diese nur noch auf dem ersten Stück befahren dürfen. Später stoppt uns ein Schild mit einer Gewichtsbeschränkung von 2 t Achslast. Aber bis dahin ist die Naturstraße gut zu befahren, besser als wir befürchtet haben. An einem ausgedehnten Strand finden wir neben Fischgerippen und Tang die zahlreichen Gerippe einer Waltragödie wieder, die wir 2022 entdeckt hatten.

Wir nutzen das trockene und gute Wetter außerdem, um unsere fast 700 Einschraubspikes (Spikes sind auf Island bis zum 15. April erlaubt, und für die Heimfahrt müssen wir sie ja eh entfernen) wieder auszuschrauben, was teilweise flott geht, teilweise aber auch aufwändiger ist und länger dauert. So sind wir den Rest des Tages gut beschäftigt.

Die Landschaft ist schön, ein kleiner Wermutstropfen sind die Fliegen, die jetzt bei dem guten Wetter immer zahlreicher und lästiger werden.

Am nächsten Tag zeigt sich dann, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben. Dauerregen und Wind – da hätten wir nicht stundenlang schrauben wollen.

 

Weiter geht es mit Im Nordosten Islands

 

 

Aktuelles

 

 

Island

im Spätwinter 2026

14. Mai 2026

 

Nach einem kurzen Abstecher Richtung Mjoifjördur geht es nach Seydisfjördur zur Fähre. Die Fährfahrt zurück nach Dänemark ist deutlich ruhiger als die Hinfahrt. Wir ziehen ein Fazit zur dieser Reise nach Island.

 

 

Island

im Spätwinter 2026

05. Mai 2026

 

Im Nordosten können wir einige Wanderungen unternehmen, besuchen eine eindrucksvolle Papageitaucherkolonie und erleben erneut fantastisches Nordlicht. 

 

 

Island

im Spätwinter 2026

04. Mai 2026

 

Wir verlassen den Arctic Coast Way für einen Abstecher zum Myvatn. Anschließend geht es zurück zu dieser Küstenstraße und weiter Richtung Osten.

 

 

Visitors Counter

seit Juni 2012
5292823
TodayToday52
YesterdayYesterday2743
This_WeekThis_Week19132
This_MonthThis_Month84158
TotalTotal5292823
Rekord 03.06.2026 : 13556
Online Guests 28